Der „Havelgarten“ schippert über die Havel

Freunde und Freundinnen des Havelgartens erkunden in der Ferienzeit die Stadt Brandenburg vom Wasser aus. 

 

Für einige der Geflüchteten mögen auf den Booten, wenn man so eng aneinander geschmiegt sitzt so manche Erinnerungen an die Flucht hoch gekommen sein. Doch „Luise“ und „Aali“ fahren hier in Brandenburg über die Havel, über den kleinen Beetzsee und natürlich hinein in den Silokanal bis raus zum Havelgarten. Können wir ihn vom Boot aus sehen? Leider sind nur die großen Sonnenblumen von Weitem zu erkennen und natürlich die riesigen alten Betonlaternenmasten, an denen langsam unsere Kletterpflanzen emporranken. Es ist einfach eine große Freude, die Perspektive wechseln zu können, den Garten, wenn auch nur schemenhaft, einmal vom Wasser aus zu sehen.

Besonders mit „Aali“, dem alten Fischerboot, einem „Reusenboot“ mit Zweitakt- Gegenkolben-Dieselmotor, befindet man sich ja direkt auf Wasserhöhe und kann sich bei herrlichem Wetter auch noch gegenseitig nassspritzen. Die 107 Jahre alte “Luise“ dagegen ist ein richtiger Schrauben-Schlepp-Dampfer.

Ihre Aufgabe war früher, andere Schiffe zu schleppen. Da ist es heute für sie wie ein Kinderspiel, den Freunden des interkulturellen Gartens einen schönen Nachmittag zu bereiten. Alles ist interessant und gleichermaßen spannend, egal ob es die Erkundung der alten Schiffstechniken, der ehemaligen Fischereibetriebe und Hafenanlagen entlang des Ufers ist, die Brandenburger Gewässer, Inseln und Gartensparten, ebenso wie die Sicht auf die ehemalige Flüchtlingsunterkunft in den Gebäuden an der Regattastrecke, die Kirchen, Brücken und die vielen eigenen Selfies und kleinen Videos sind. Natürlich wird unterwegs auch gesungen, besonders das Fritze Bollmann-Lied in der Nähe seines Denkmals im Beetzsee. 

 Besonderer Dank gilt dem Historischen Hafenverein Brandenburg mit seinen Freiwilligen, deren Begeisterung für die altehrwürdigen, selten gewordenen Schiffe deutlich wird. 

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